Das Wetter hätte für unseren Besuch im Basler Rheinhafen kaum besser sein können: trocken, nicht zu heiss – ideale Bedingungen für eine spannende Exkursion durch das Hafengebiet Kleinhüningen.


18 Teilnehmende trafen sich um 13:00 Uhr im Hafenmuseum „Verkehrsdrehscheibe Schweiz“. Dort wurden wir von einem engagierten Guide empfangen, der uns in 45 Minuten einen informativen Überblick über die Geschichte, die aktuelle Bedeutung und die Zukunftsperspektiven des Hafens gab. Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, welche weitreichenden Auswirkungen weltpolitische Ereignisse und Pandemien auf den Hafenbetrieb und damit auch auf die Versorgung der Schweiz hatten – eine Dimension, die vielen von uns zuvor nicht bewusst war.
Erstaunlich war auch der ökologische Aspekt: Der Warentransport über den Rhein schneidet deutlich besser ab als Schiene und Strasse – ein gewichtiger Grund, warum dieser Verkehrsweg weiter ausgebaut wird.


Mit etwas Verspätung bestiegen wir die Boote für eine Rundfahrt durch die Hafenanlagen. Die beiden Bootsführer erläuterten kenntnisreich die wichtigsten Punkte. Besonders eindrücklich blieb die enge geplante Zufahrt zum künftigen Hafenbecken 3 in Erinnerung. Auch der Auhafen, das bedeutende Tanklager in Muttenz, wurde thematisiert – eine direkte Fahrt dorthin war aus Zeitgründen leider nicht möglich.

Während der Tour wurde auch die Personenschifffahrt thematisiert, die in Basel stark zunimmt. Als Startpunkt für Flusskreuzfahrten nach Rotterdam zieht die Stadt insbesondere asiatische und amerikanische Touristen in grosser Zahl an.


Gegen 15:00 Uhr kehrten wir zum Hafenmuseum zurück, wo uns unser Guide durch ausgewählte Bereiche führte. Auch hier war die Zeit zu knapp, um alle interessanten Exponate zu würdigen – der Besuch lohnt sich definitiv auch für eine vertiefte Einzelbesichtigung.
Ab 16:00 Uhr fand der gemütliche Abschluss der Exkursion im Restaurant Schiff statt. Bei Apéro und angeregten Gesprächen liessen wir den Nachmittag Revue passieren. Ich musste die Gruppe leider bereits um 17:15 Uhr verlassen, bin jedoch überzeugt, dass die angenehme Stimmung bis zum Schluss anhielt – ebenso wie die Eindrücke, die uns dieser gelungene Ausflug hinterlassen hat.


Heiri Fust
